Zunächst aufgrund gesundheitlicher Probleme und aus einem Mangel an Alternativen für eine sportliche Betätigung zu diesem Zeitpunkt, entschied ich mich vor gerade mal zwei Jahren für eine regelmäßige Yogapraxis. Ab meinem 13. Lebensjahr habe ich eigentlich regelmäßig diverse Sportarten ausprobiert und mal intensiver, mal weniger intensiver betrieben. Das Ende kam meistens mit einer körperlichen Verletzung einher, weshalb ich die Sportart in der Intensität, in der ich (oder mein Ego) es wollte, nicht weiter ausüben konnte.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich mich anfangs, zu Beginn und zum Ende einer jeden Yogaklasse, innerlich darüber ärgerte, dass man die Zeit im Sitzen und Liegen nicht effektiv genug im Sinne von körperlicher Anstrengung nutzt. Ich kam ja schließlich zum Yoga, um mich physisch zu fordern und nicht, um Nichts zu tun. Als ich nach knapp einem Jahr in einem Newsletter über die Vinyasa Yoga Teacher-Ausbildung bei Your Yoga Now! stolperte, war ich von der Idee angefixt, meine Yogapraxis zu verbessern. Anfangs angetrieben von einer Optimierungs-Idee manifestierte sich immer mehr der Gedanke, dass Yoga – im Vergleich zu anderen "Sportarten" – mich ein Leben lang begleiten kann und begleiten soll.

Die Reise zwischen sowohl emotionalen als auch physischen Höhe- und Tiefpunkten während der Ausbildungszeit, gepaart mit immer neu hinzukommenden Erkenntnissen über das Yoga und das eigene Selbst, möchte ich in meinem Leben nicht mehr missen. Ich habe für mich gelernt, es ist die Balance zwischen Körper und Geist, zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen bewusstem Handeln und bewusstem Nichtstun auf die es im Leben ankommt. Diese Erkenntnis und den Weg dorthin möchte ich mit den Yogis und Yoginis dieser Welt teilen.